Auch: Heizstrom, Wärmepumpenstrom, Heizstromtarif, Wärmepumpentarif
Zuletzt aktualisiert am 05.09.2026 KI-gestützt erstellt, redaktionell geprüft Wie wir KI einsetzen
Wärmestrom ist spezieller Strom für elektrische Heizungen wie Wärmepumpen und Nachtspeicherheizungen. Er wird oft über einen separaten Stromzähler gemessen und als eigener Tarif abgerechnet. Netzbetreiber können ihn als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach §14a EnWG zeitweise drosseln – dafür gibt es meist günstigere Konditionen.
Wärmestrom ist spezieller Strom für elektrische Heizungen wie Wärmepumpen und Nachtspeicherheizungen. Er wird oft über einen separaten Stromzähler gemessen und als eigener Tarif abgerechnet. Netzbetreiber können ihn als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach §14a EnWG zeitweise drosseln – dafür gibt es meist günstigere Konditionen.
Wärmestrom versorgt Geräte wie die Wärmepumpe (z. B. eine Luft-Wasser-Wärmepumpe), Direktheizungen oder die Nachtspeicherheizung. Häufig erfolgt die Messung über einen eigenen Stromzähler mit separater Marktlokations-ID (MaLo-ID), damit Verbrauch und Kosten getrennt von deinem Haushaltsstrom abgerechnet werden können. Der Messstellenbetreiber installiert dafür entweder einen konventionellen Zähler mit Schaltsteuerung (Rundsteuerempfänger) oder ein Intelligentes Messsystem (iMSys) im Rahmen von Smart Metering.
Über Steuerbefehle darf der Netzbetreiber den Wärmestrom kurzzeitig begrenzen, um das Smart Grid zu stabilisieren. Diese Anlagen gelten als steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) §14a. Im Gegenzug erhalten Kundinnen und Kunden in der Regel reduzierte Netzentgelte oder besondere Tarifkonditionen. Für Standard-Haushalte erfolgt die Abrechnung üblicherweise als SLP (Standardlastprofil), nur sehr große Verbräuche laufen als RLM (in der Regel >100.000 kWh/Jahr).
Technisch kann Wärmestrom zeitvariabel geschaltet werden (z. B. Sperrzeiten), was besonders bei Nachtspeicherheizungen üblich ist. Moderne Wärmepumpen arbeiten dank integrierter Pufferspeicher flexibel. In Kombination mit Photovoltaik, Solarenergie und einem Stromspeicher lässt sich ein Teil des Wärmestrombedarfs eigenverbrauchsoptimiert decken – der Rest kommt als Ökostrom aus dem Strommarkt über deinen Lieferanten.
Ob Wärmestrom günstiger ist, hängt von drei Faktoren ab: dem Arbeitspreis je kWh, dem zusätzlichen Grundpreis für den separaten Zähler und den Netzentgelt-Vorteilen durch §14a EnWG. Bei hohen Heizverbräuchen (typisch ca. 2.500–6.000 kWh/Jahr für Wärmepumpen, bei Nachtspeicherheizungen teils deutlich mehr) zahlt sich ein eigener Tarif oft aus. Bei geringeren Verbräuchen kann der zusätzliche Grundpreis den Vorteil wieder aufzehren.
Wichtig: Ist deine Wärmepumpe nicht separat gemessen, läuft der Verbrauch über den Haushaltszähler. Dann entscheidet vor allem der Arbeitspreis deines allgemeinen Stromtarifs über die Heizkosten. Auch regionale Unterschiede – etwa Konzessionsabgabe, Netzbetreiberentgelte und Strombeschaffung – beeinflussen das Ergebnis. Die konkrete Rechnung siehst du spätestens in der Jahresabrechnung und über deinen monatlichen Stromabschlag.
| Merkmal | Wärmestrom | Haushaltsstrom |
|---|---|---|
| Verwendungszweck | Elektrisches Heizen (Wärmepumpe, Nachtspeicher) | Allgemeiner Haushalt (IT, Küche, Licht, Gaming) |
| Messung / Zähler | Oft separater Stromzähler mit eigener MaLo-ID | Ein Zähler für alle Verbraucher |
| Steuerbarkeit (§14a EnWG) | Meist steuerbar; zeitweise Drosselung möglich | In der Regel nicht steuerbar |
| Tarifstruktur | Eigener Grundpreis + spezifischer Arbeitspreis | Ein Grundpreis + Arbeitspreis für alle Geräte |
| Geeignet für | Hohe, heizungsbedingte Verbräuche | Haushalte ohne separaten Heizstrom oder mit geringem Heizanteil |
Wenn Wärmestrom separat gemessen wird, verhandelst du faktisch zwei Tarife: Heizstrom und Haushaltsstrom. Läuft deine Wärmepumpe über denselben Zähler wie PC, Streaming-Setup, Smart Home oder Wallbox, dann bestimmt vor allem der Arbeitspreis deines Gesamttarifs die Kosten. Genau hier kann ein Tarif mit attraktivem kWh-Preis bei höherem Verbrauch punkten.
meinGAMING Strom ist für digital geprägte Haushalte mit spürbarem Jahresverbrauch konzipiert. Die Logik: ein vergleichsweise höherer Grundpreis trifft auf einen besonders attraktiven Arbeitspreis – interessant ab etwa 2.500 kWh/Jahr, vor allem wenn viel Leistung zu Hause läuft (leistungsstarke PCs, Streaming, Smart Home, E-Auto-Laden, Klimageräte). So zahlst du weniger pro zusätzlicher kWh. Der Wechsel ist digital und unkompliziert, geliefert wird 100 % TÜV NORD zertifizierter Ökostrom. Prüfe im Tarifrechner dein Profil; verbindlich ist immer die individuelle Berechnung.
Empfohlen ist ein separater Zähler, damit Tarifvorteile und §14a-EnWG-Begünstigungen greifen können. Ohne separaten Zähler wird der Heizbedarf über den allgemeinen Haushaltsstrom abgerechnet, wodurch mögliche Vorteile entfallen.
In den meisten Regionen ja. Der Netzbetreiber bleibt gleich, aber du kannst den Lieferanten für den Wärmestromtarif wählen. Prüfe Vertragslaufzeiten, Grundpreis, Arbeitspreis und eventuelle Sperrzeiten.
Je nach Gebäudestandard und Anlagengröße etwa 2.500–6.000 kWh/Jahr. Effiziente Systeme in Passivhaus- oder Niedrigenergiehaus-Standard liegen eher unten, ältere Gebäude höher.
„Frage zu einem Begriff oder deinem Tarif? Schreib mir – ich helfe dir weiter und kümmere mich um deinen kompletten Wechsel."
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