TÜV Süd Auszeichnung eKomi Kundenbewertungen
Bewertungen 4.46 / 5

Wärmestrom

Auch: Heizstrom, Wärmepumpenstrom, Heizstromtarif, Wärmepumpentarif

Zuletzt aktualisiert am 05.09.2026 KI-gestützt erstellt, redaktionell geprüft Wie wir KI einsetzen

Wärmestrom ist spezieller Strom für elektrische Heizungen wie Wärmepumpen und Nachtspeicherheizungen. Er wird oft über einen separaten Stromzähler gemessen und als eigener Tarif abgerechnet. Netzbetreiber können ihn als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach §14a EnWG zeitweise drosseln – dafür gibt es meist günstigere Konditionen.

Wärmestrom ist spezieller Strom für elektrische Heizungen wie Wärmepumpen und Nachtspeicherheizungen. Er wird oft über einen separaten Stromzähler gemessen und als eigener Tarif abgerechnet. Netzbetreiber können ihn als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach §14a EnWG zeitweise drosseln – dafür gibt es meist günstigere Konditionen.

Wie funktioniert Wärmestrom im Haushalt?

Wärmestrom versorgt Geräte wie die Wärmepumpe (z. B. eine Luft-Wasser-Wärmepumpe), Direktheizungen oder die Nachtspeicherheizung. Häufig erfolgt die Messung über einen eigenen Stromzähler mit separater Markt­lokations-ID (MaLo-ID), damit Verbrauch und Kosten getrennt von deinem Haushaltsstrom abgerechnet werden können. Der Messstellenbetreiber installiert dafür entweder einen konventionellen Zähler mit Schaltsteuerung (Rundsteuerempfänger) oder ein Intelligentes Messsystem (iMSys) im Rahmen von Smart Metering.

Über Steuerbefehle darf der Netzbetreiber den Wärmestrom kurzzeitig begrenzen, um das Smart Grid zu stabilisieren. Diese Anlagen gelten als steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) §14a. Im Gegenzug erhalten Kundinnen und Kunden in der Regel reduzierte Netzentgelte oder besondere Tarifkonditionen. Für Standard-Haushalte erfolgt die Abrechnung üblicherweise als SLP (Standardlastprofil), nur sehr große Verbräuche laufen als RLM (in der Regel >100.000 kWh/Jahr).

Technisch kann Wärmestrom zeitvariabel geschaltet werden (z. B. Sperrzeiten), was besonders bei Nachtspeicherheizungen üblich ist. Moderne Wärmepumpen arbeiten dank integrierter Pufferspeicher flexibel. In Kombination mit Photovoltaik, Solarenergie und einem Stromspeicher lässt sich ein Teil des Wärmestrombedarfs eigenverbrauchsoptimiert decken – der Rest kommt als Ökostrom aus dem Strommarkt über deinen Lieferanten.

Ist Wärmestrom günstiger als normaler Haushaltsstrom?

Ob Wärmestrom günstiger ist, hängt von drei Faktoren ab: dem Arbeitspreis je kWh, dem zusätzlichen Grundpreis für den separaten Zähler und den Netzentgelt-Vorteilen durch §14a EnWG. Bei hohen Heizverbräuchen (typisch ca. 2.500–6.000 kWh/Jahr für Wärmepumpen, bei Nachtspeicherheizungen teils deutlich mehr) zahlt sich ein eigener Tarif oft aus. Bei geringeren Verbräuchen kann der zusätzliche Grundpreis den Vorteil wieder aufzehren.

Wichtig: Ist deine Wärmepumpe nicht separat gemessen, läuft der Verbrauch über den Haushaltszähler. Dann entscheidet vor allem der Arbeitspreis deines allgemeinen Stromtarifs über die Heizkosten. Auch regionale Unterschiede – etwa Konzessionsabgabe, Netzbetreiberentgelte und Strombeschaffung – beeinflussen das Ergebnis. Die konkrete Rechnung siehst du spätestens in der Jahresabrechnung und über deinen monatlichen Stromabschlag.

Wärmestrom vs. Haushaltsstrom: die wichtigsten Unterschiede

MerkmalWärmestromHaushaltsstrom
VerwendungszweckElektrisches Heizen (Wärmepumpe, Nachtspeicher)Allgemeiner Haushalt (IT, Küche, Licht, Gaming)
Messung / ZählerOft separater Stromzähler mit eigener MaLo-IDEin Zähler für alle Verbraucher
Steuerbarkeit (§14a EnWG)Meist steuerbar; zeitweise Drosselung möglichIn der Regel nicht steuerbar
TarifstrukturEigener Grundpreis + spezifischer ArbeitspreisEin Grundpreis + Arbeitspreis für alle Geräte
Geeignet fürHohe, heizungsbedingte VerbräucheHaushalte ohne separaten Heizstrom oder mit geringem Heizanteil

Was bedeutet das für deinen Tarif – und wann zählt der Arbeitspreis?

Wenn Wärmestrom separat gemessen wird, verhandelst du faktisch zwei Tarife: Heizstrom und Haushaltsstrom. Läuft deine Wärmepumpe über denselben Zähler wie PC, Streaming-Setup, Smart Home oder Wallbox, dann bestimmt vor allem der Arbeitspreis deines Gesamttarifs die Kosten. Genau hier kann ein Tarif mit attraktivem kWh-Preis bei höherem Verbrauch punkten.

meinGAMING Strom ist für digital geprägte Haushalte mit spürbarem Jahresverbrauch konzipiert. Die Logik: ein vergleichsweise höherer Grundpreis trifft auf einen besonders attraktiven Arbeitspreis – interessant ab etwa 2.500 kWh/Jahr, vor allem wenn viel Leistung zu Hause läuft (leistungsstarke PCs, Streaming, Smart Home, E-Auto-Laden, Klimageräte). So zahlst du weniger pro zusätzlicher kWh. Der Wechsel ist digital und unkompliziert, geliefert wird 100 % TÜV NORD zertifizierter Ökostrom. Prüfe im Tarifrechner dein Profil; verbindlich ist immer die individuelle Berechnung.

Häufige Fragen zu „Wärmestrom"

Empfohlen ist ein separater Zähler, damit Tarifvorteile und §14a-EnWG-Begünstigungen greifen können. Ohne separaten Zähler wird der Heizbedarf über den allgemeinen Haushaltsstrom abgerechnet, wodurch mögliche Vorteile entfallen.

In den meisten Regionen ja. Der Netzbetreiber bleibt gleich, aber du kannst den Lieferanten für den Wärmestromtarif wählen. Prüfe Vertragslaufzeiten, Grundpreis, Arbeitspreis und eventuelle Sperrzeiten.

Je nach Gebäudestandard und Anlagengröße etwa 2.500–6.000 kWh/Jahr. Effiziente Systeme in Passivhaus- oder Niedrigenergiehaus-Standard liegen eher unten, ältere Gebäude höher.

StromtarifHeizenWärmepumpeSmart MeteringÖkostrom

Alle Begriffe
Maja Berger – meinGAMING
Hi, ich bin Maja.
aus dem meinGAMING-Team

„Frage zu einem Begriff oder deinem Tarif? Schreib mir – ich helfe dir weiter und kümmere mich um deinen kompletten Wechsel."

Jetzt Tarif berechnen
Direkt erreichen:

Strom für meine Leidenschaft

Zocken, streamen, chillen – und dabei Energiekosten senken?

Gaming ist mehr als ein Hobby – es ist dein Ding

High-End-Setup, mehrere Systeme, vielleicht sogar Streaming oder Modding? Du brauchst einen Tarif, der dir kein schlechtes Gewissen macht – auch bei 30+ Stunden Spielzeit pro Woche und Homeoffice obendrauf.

Gaming ist dein Haupt-Zeitfresser
Mehrere Geräte? Kein Problem
Strom für Alltag, Freizeit und Homeoffice